Seither verbrachte Serafin die meiste Zeit damit, von Blumen, Vögeln und Sonne zu träumen.  Die Löcher, die er früher sorgfältig in die Mitte der Fahrkarte gesetzt hatte, rutschten bald nach aussen.  Manchmal machte er überhaupt nur halbe Löcher, ganz an den Rand der Fahrkarte.  War der Dienst aber zu Ende, fand Serafin sein Lächeln sofort wieder, sobald er die Uniform auszog.  Nach einem ganzen langen Tag in seinem unterirdischen Gefängnis sehnte er sich stets nach seinem Dachstübchen in der Altstadt.
    Er bewohnte eine kleine Kammer in einem großen Wohnhaus.  Sieben Stockwerke hinaufsteigen müssen - das sind eine Menge Treppenstufen!  Die 126. mochte Serafin besonders.  Sie knarrte, was sie von den anderen unterschied, und ausserdem wusste Serafin dann, dass er nur noch zwei Stockwerke zu erklimmen brauchte.  Die letzte aber war ihm die liebste.
    Ganz oben lauschte Plum auf das Geräusch der Schritte im Treppenhaus.  Serafin war sein Freund, und er erwartete ihn voll Ungeduld.